Denksport Rätsel mit Lösung aus der Welt von 1000 und einer Nacht zum gratis Ausdrucken.
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Ungewöhnliches Texträtsel mit Lösung für Erwachsene

Der alte Kalif liegt im Sterben. Noch auf dem Sterbebett teilt er seinen Söhnen mit, wer von ihnen das Reich erben solle. Doch so einfach, wie die Söhne dachten, ist es nicht. Hier sind deshalb auch Ihre Scharfsinn gefragt. Folgen Sie den Söhnen in diesem orientalischen Wüstenmärchen und nehmen Sie die Herausforderung der darin versteckten Denksportaufgabe an!

Dieses liebevoll im Märchenstil geschriebene Texträtsel können Sie sich jetzt kostenlos zum Drucken herunterladen. Holen Sie sich mit nur einem Klick auf die Vorlage die PDF-Datei und knobeln Sie gemütlich auf dem Sofa an der Lösung!

Rätselgeschichte für Erwachsene

Das Testament des Kalifen

Spannendes Text Rätsel mit ungewöhnlicher Lösung auf die Rätselfrage

 

Weithin sichtbar erhob sich der Palast des Kalifen über die endlosen Dünen der umliegenden Wüste. Im ganzen Land sprachen die Menschen mit Bewunderung von den goldglänzenden, geschwungenen Türmen, den reich verzierten Tür- und Torbögen und den großartigen Gärten, die innerhalb seiner Mauern lagen. Mit noch mehr Bewunderung und großem Respekt aber sprach das Volk vom Kalifen selbst. Er war ein weiser und guter Herrscher, der seinen Untertanen Frieden und Wohlstand beschert und sie immer gerecht behandelt hatte. Umso trauriger waren die Menschen, seit die Kunde im Land umging, dass der Kalif schwer krank war und im Sterben lag.

Blass und schwach lag der alter Herrscher zwischen den seidenen Kissen, bedeckt von einer opulent bestickten Brokatdecke und mit feinen Tuchschleiern vor der flirrenden Hitze der Wüste und lästigen Insekten geschützt. Früher war er ein starker, weiser Mann gewesen. Jetzt spürte er, wie seine Kräfte ihn verließen. Doch sein Verstand arbeitete noch immer messerscharf. So beschloss er, seinen Söhnen eine Aufgabe zu stellen, um die Frage seiner Nachfolge und des Erbes seiner Reichtümer zu lösen. Der Gescheitere von Beiden sollte alles erben. Also rief er seine Söhne zu sich.

Artig bauten sich die beiden jungen Männer am Bett ihres Vaters auf und hörten aufmerksam zu, was ihnen der alte Kalif mit leiser, brüchiger Stimme zu sagen hatte.

„Meine braven Söhne“, sprach der Kalif, „mein Ende ist naht und ich möchte an einen von euch mein Reich und meinen Besitz vererben. Der Andere aber soll leer ausgehen und seinem Bruder fortan als treuer und aufrechter Berater dienen.“ Entscheiden würde nicht er, fuhr der Kalif fort. Vielmehr würden die Brüder dies unter sich in der folgenden Weise ausmachen. Eine Tagesreise vom Palast tief in der Sahara sei die Oase „Ewiges Wasser“, die beide schon seit ihrer Jugend kannten. Dort habe er, der Kalif, seine gesamten Reichtümer verborgen, die nun einer von ihnen erben sollte. Zu dieser Oase, sprach der Kalif weiter, sollten sie auf ihren Kamelen reiten, wenn er nicht mehr sei. Sein Erbe solle derjenige sein, dessen Kamel als zweites in der Oase ankäme.

Die Söhne waren etwas verwundert über diese Aufgabe, versprachen ihrem Vater jedoch, seinen Willen zu erfüllen und dass der Eine den Erbanspruch des Anderen respektieren würde.

Am folgenden Tag erlag der Kalif seiner schweren Krankheit und Trauer zog über das Land. Im mit schwarzen Schleiern verhängten Gemach ihres Vaters saßen die Brüder und grübelten, wie sie den Wunsch ihres Vaters erfüllen sollten. Natürlich wollte jeder von ihnen der Erbe des blühenden Reiches und des Schatzes ihres Vaters sein. Würde der Eine sein Kamel also besonders langsam reiten, würde der Andere es ihm gleich tun, um nicht vor ihm anzukommen. Würde der Eine rasten, würde auch der Andere sein Lager für eine Pause aufschlagen. Und so weiter. Am Ende würden sie gar samt ihrer Tiere in der Wüste verdursten, ohne die Oase jemals erreicht zu haben.

Ratlos tigerten beide im Gemach ihres Vaters auf und ab. In den folgenden Tagen aßen und schliefen sie kaum und grübelten stattdessen auf der Aufgabe herum, die sich nun als deutlich kniffliger herausstellte, als sie anfangs angenommen hatten. Am dritten Abend schließlich fielen sie nach einem abermals erfolglos durchgrübelten Tag in einen unruhigen Schlaf. In dieser Nacht erschien den Beiden im Traum ein weiser Geist, der ihnen schließlich die Lösung ihres Problems verriet.

Als die Brüder am Morgen von den ersten Sonnenstrahlen geweckt wurden, sprangen sie auf die Kamele und ritten zur Oase, als sei der Teufel persönlich hinter ihnen her. Ein Geist habe ihnen die Lösung verraten, riefen sie ihrer erstaunen Mutter noch zu.

Doch was genau hatte der Geist den Brüdern geraten?

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